durch Wissen zu gutem Webdesign

Webdesign verstehen und anwenden

Das Verständnis von einigen Regeln hilft ungemein, um eine vom Besucher als nützlich empfundene Website zu erstellen. Eigentlich würde man ja etwas von „supertolles Design“ hier im ersten Satz erwarten und weniger etwas von „nützliche Website“. Design darf niemals dem Ziel einer Website im Weg stehen – und auf den meisten Websites soll Information in Form von Texten, Bilder, Ton und/oder Videos vermittelt werden.

Daher ist das Verständnis der „Designregeln“ so wichtig, um einerseits ein schönes Design zu zaubern und andererseits dem Inhalt nicht mit dem Design im Weg zu stehen!

Im Forum kam die Frage: „wie kann ich gutes Webdesign machen. Gib mal ein paar Tipps.“ Und nach einiger Überlegung (über eine Antwort zu der Frage dachte ich mehrere Nächte nach) kam ich zu dem Schluss, dass es mit ein paar Tipps nicht getan ist, da gutes Webdesign weniger etwas mit Design als mehr mit solider Handarbeit zu tun hat. Wenn wir das Design für eine Website erstellen, dann wollen wir, dass die Inhalte schnell und gut vermittelt werden. Kunst machen wir bestenfalls, wenn es nicht dem ersten Grundsatz im Weg steht: Inhalte schnell und gut (und ohne Schmerzen für den Betrachter) zu vermitteln. Das soll nun nicht heißen, dass uns Design egal ist – ist es nicht! Denn schönes Design verkauft schlicht und einfach und unterstützt den Inhalt. Der beste Inhalt wird vom Besucher nicht angenommen bzw. ernstgenommen, wenn dieser in schludriger und hässlicher Form daherkommt.

Wichtig ist aber, dass viele Punkte bei Webdesign schlicht und ergreifend solide Handarbeit sind. Und hier ist wichtig, dass man versteht, warum man was wie am besten macht (was für ein Satz). Daher werde ich mir einzelne Punkte herausgreifen und diese an Form von Beispielen (vorher und nachher) zeigen, wie die Wirkung sich ändert. Dazu gibt es natürlich die entsprechenden Grundlagen, die meistens aus der Gestaltpsychologie stammen. Wenn man versteht warum, dann sieht man schneller die handwerklichen Mängel auf vielen Websites.

Starten wir mit den Regeln aus der Gestaltpsychologie:

Die Gestaltpsychologie basiert auf eine Arbeit von Christian von Ehrenfels aus dem Jahr 1890. Diese Gesetze aus der Gestaltpsychologie werden auf Webdesign angewendet und die entsprechenden Fälle gezeigt, die oft vorkommen und welche Möglichkeiten es zum Beheben der Handwerksmängel gibt.

Die Beispiele werde ich immer aus dem HTML-Seminar nehmen, da ich nichts davon halte, mit dem (digitalen) Finger auf jemanden anders zu zeigen.

Zusätzlich versuche ich zu zeigen, warum manche handwerkliche „Designsünden“ oft vorkommen und woher das kommt.